Das Institut

Das Institut für Umwelt- und Planungsrecht der Universität Leipzig wurde 1994 von Prof. Dr. Martin Oldiges mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gegründet. Es umfasst drei Lehrstühle.

Das Institut hat sich folgende Aufgaben gesetzt:

  • die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet des deutschen und europäischen Umwelt- und Planungsrechts;
  • die Kooperation mit den an den Forschungsgegenständen des Instituts interessierten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, staatlichen und kommunalen Kreisen und Institutionen;
  • die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem In- und Ausland;
  • die Förderung der wissenschaftlichen Ausbildung und beruflichen Fortbildung.

Es versteht sich insbesondere als ein Forum des Wissens- und Erfahrungsaustauschs in allen Fragen des Umwelt- und Planungsrechts, seiner Bedeutung für die behördliche, betriebliche und anwaltliche wie auch für die umweltpolitische Praxis sowie seiner kontinuierlichen Fortentwicklung. Hierfür veranstaltet das Institut seit 1996 jährlich das Leipziger Umweltrechts-Symposion sowie in unregelmäßiger Folge die Leipziger Bergrechtstagung. Im Wintersemester 2009/2010 kam mit den ersten „Leipziger Gesprächen zum Umwelt- und Planungsrecht“ eine neue Veranstaltungsform hinzu.

Die Referate und Diskussionsbeiträge der durchgeführten Veranstaltungen wurden bis 2000 in der vom Direktorium des Instituts herausgegebenen Reihe "Leipziger Umweltrechtliche Dokumentationen" beim Leipziger Universitätsverlag veröffentlicht. Seit 2001 erscheint im Nomos Verlag (Baden-Baden) die ebenfalls vom Institutsdirektorium herausgegebene neue Reihe "Leipziger Schriften zum Umwelt- und Planungsrecht". Hier werden außer den Tagungsberichten auch einschlägige Monographien veröffentlicht.

Das Institut strebt interdisziplinäre Kontakte mit Forschungseinrichtungen innerhalb wie außerhalb der Universität an und bemüht sich in diesem Zusammenhang auch um drittmittelgeförderte Forschung. Es kooperiert mit dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ). Im Rahmen dieser Zusammenarbeit konnte der Lehrstuhl für Umweltrecht an der Universität Leipzig geschaffen werden, auf den zum Wintersemester 2001/2002 Prof. Dr. Wolfgang Köck berufen wurde.

Das Institut beteiligte sich zusammen mit dem Lehrstuhl für Geoinformatik und Hydrologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena an dem federführend vom UFZ betriebenen Forschungsprojekt „Entscheidungshilfen für ein integriertes Flußeinzugsgebietsmanagement“. Mit diesem Vorhaben, das mit 1,14 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wurde, wurden modellhaft am Beispiel der Weißen Elster die naturwissenschaftlich-ökologischen, die ökonomischen und die sozialwissenschaftlich-rechtlichen Zusammenhänge erfasst und beschrieben, die bei den wasserwirtschaftlichen und gewässerschutzrechtlichen Maßnahmen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie zu beobachten sind. Das Institut, das hierfür einen weiteren wissenschaftlichen Mitarbeiter erhalten hatte, befasste sich dabei vor allem mit den organisations- und verfahrensrechtlichen Rahmenbedingungen einer flußeinzugsgebietsbezogenen Wasserwirtschaft. Das Projekt wurde im August 2005 abgeschlossen; die wissenschaftlichen Ergebnisse sind in Buchform veröffentlicht worden.

Die Inhaber der im Institut zusammengeschlossenen Lehrstühle fördern in besonderem Maße Habilitationen und Promotionen mit umweltrechtlicher Themenstellung.

Im Übrigen decken die Lehrstühle innerhalb der Lehraufgaben der Juristenfakultät die Lehrveranstaltungen in allen Bereichen des Umwelt- und Planungsrechts ab und führen regelmäßig umwelt- und planungsrechtliche Seminare durch.

 

 

letzte Änderung: 18.05.2016